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Rezension: Her Best Friend’s Brother von T.J. Dell

24 Jun

Inhalt

Libby has been in love with Tony Marchetti since she was seven years old. The problem? Tony is her best friend’s older brother. Lately Tony has started looking at her in a new way and he emails her all the time. Could it be possible that he is starting to see her as more than his kid sister’s best friend?

Tony knows Libby McKay is off limits. She’s his sister’s best friend for crying out loud! But she is also smart, funny, and seriously hot. Plus she’s not afraid to get a little sweaty– on the track that is. Tony can’t seem to help himself, besides what’s a few emails? The occasional phone call? He can keep things light and friendly – can’t he?

Meinung

„Her Best Friend’s Brother“ ist mal wieders eins dieser Bücher von denen ich von Anfang an nicht viel erwartet habe – eine leichte Lektüre für zwischen durch. Kurz und knackig, quasi.  Trotzdem wurde ich enttäuscht. Die Idee hatte wirklich Potential, aber irgendwo in der Mitte (was bei nur 149 Seiten nicht sondlich viel ist) war ich tatsächlich ein bisschen genervt. Ich habe einfach das Problem nicht gesehen. Dass Tony warten will bis Libby die High School verlassen hat, konnte ich ja noch nachvollziehen – es ist eben vier Jahre älter als sie. Aber danach?
Danach jahr ein Missverständnis das nächste und jedes Mal, wenn man denkt „aha, jetzt aber“, kommt wieder etwas dazwischen. Im Englischen nennt man dieses Verhalten wohl „jumping to conclusion“ – vorschnelles Schlussfolgern. Man sollte meinen, dass die beiden aus ihren Fehlern lernen, aber nein. Jedes Mal machen sie das gleiche wieder. Ist es denn wirklich so schwer einfach mal „ich liebe dich“ zu sagen? Oder wenn nicht das, dann doch wenigstens ein klärendes „Ich will nicht nur mit dir rummachen, ich mag dich wirklich“. Ist das zu viel verlangt? Scheinbar schon. Denn stattdessen zieht sich das Ganze über sage-und-schreibe acht Jahre hinweg. Interessanter wäre die Geschichte gewesen, wenn Kommunikation statt gefunden hätte.
Besonders schlimm war das Nicht-Kommunizieren, weil die Geschichte zwischen Libbys und Tonys Perspektiven hin und her springt. Eigentlich mag ich sowas ja, weil man dann weiß was der andere wirklich denkt – aber in diesem Fall war das absolut katastrophal. Zu wissen, dass der andere schon wieder nicht sagt was er denkt, sondern einfach eine eigene (falsche) Schlussfolgerung zieht, was dann zu völlig unnötigem Drama führt – es tut mir Leid, aber dann sind mir sogar knapp 150 Seiten zu viel.

Fazit

Dieses Buch hat mir wirklich nicht gefallen. Es hat mich einfach nicht unterhalten und ich konnte das Verhalten der beiden Protagonisten schlichtweg nicht nachvollziehen. Es war für mich zu viele Missverständnisse, die man mit ein paar Worten hätte beiseite räumen können – und dann hätte man den Rest der Story ja trotzdem noch so ausspielen lassen können. Dann aber halt als Probleme eines Paares und nicht von zwei Menschen, die sich seit Jahren lieben, aber immer nur aneinander vorbeireden. Sorry, aber das war nichts.

2/5

Rezension: Die Vermessung der Welt von Daniel Kehlmann

18 Jun

Inhalt

Mit hintergründigem Humor schildert Daniel Kehlmann das Leben zweier Genies: Alexander von Humboldt und Carl Friedrich Gauß. Er beschreibt ihre Sehnsüchte und Schwächen, ihre Gratwanderung zwischen Lächerlichkeit und Größe, Scheitern und Erfolg. Ein philosophischer Abenteuerroman von seltener Phantasie, Kraft und Brillanz.

Meinung

Das war für mich eigentlich ein Re-Read, aber es ist schon so lange her, dass ich dieses Buch zum ersten Mal gelesen habe (es sind bestimmt schon 5 Jahre) und ich erinnere mich, dass es mich damals nicht sonderlich interessiert hat. Das hat sich aber offensichtlich geändert, denn dieses Mal war ich absolut begeistert! Die Vermessung der Welt ist witzig, klug und wunderbar absurd. Die Art und Weise, wie Kehlmann Alexander von Humboldt und Carl Friedrich Gauß dem Leser präsentiert ist einfach unterhaltsam. Beide haben für die wirklich schönen Dinge im Leben keinen Sinn, sondern begnügen sich lieber damit, ihr Leben lang entweder, in Humboldts Fall, durch die Welt zu reisen oder, in Gauß‘ Fall, über Formeln zu tüfteln, die ihm in den unmöglichsten Situationen einfallen. Mit anderen Menschen können sie beide nicht viel anfangen. Gauß heiratet zwar, aber am wichtigsten ist für ihn seine Mutter. Reisen mag er gar nicht und seine Kinder kann er eigentlich auch nicht leiden (die Tochter ist zu hässlich, die Söhne zu dumm). Bei Humboldt fragt man sich, ob er überhaupt jemanden mag. Seinen Bruder? Mehr ein Rivale. Bonpland? Die beiden scheinen nur aneinander vorbei zu reden. Er verliebt sich nicht und hat, anders als Bonpland, keine Affären auf seinen Reisen. Allerdings habe ich mich mehrfach gefragt, ob Humboldt auf kleine Jungen steht? Vielleicht habe ich es falsch interpretiert, aber für mich kam es in der ein oder anderen Situation mehr oder weniger deutlich so rüber!?

Ein Highlight war für mich auf jeden Fall, dass Zusammentreffen von Humboldt und Gauß und die darauf folgenden letzten Kapitel (das Buch beginnt, mit Gauß‘ Reise zu Humboldt nach Berlin, springt aber nach seiner Ankunft sofort in die Vergangenheit und erzählt die Lebensgeschichten der beiden, bevor sich der Kreis letzlich wieder schließt). Es gibt Unterhaltungen, da scheinen beide so in ihre eigenen Gedanken versunken, dass sie das Gerede des anderen gar nicht wahrnehmen. Bis sie dann schließlich doch wieder auf etwas eingehen, was der andere gesagt hat. Wunderbar verwirrend teilweise, aber dadurch auch herrlich komisch!

Fazit

Ich kann „Die Vermessung der Welt“ wirklich nur jedem ans Herz legen. Am Anfang ist man etwas verloren, aber je mehr man liest, desto mehr kommt man in der Geschichte an – und an den Humor, der in seiner Subtilität sicher etwas speziell ist, gewöhnt man sich in gleichem Maße.

5/5

Rezension: Dead Beautiful – Deine Seele in mir von Yvonne Woon

23 Mai

Hab gerade festgestellt, dass ich diese Rezension nie hier gepostet habe – die habe ich schon letztes Jahr geschrieben, weil ich das Buch damals bei vorablesen.de gewonnen habe.

Inhalt
An ihrem 16. Geburtstag findet Renée ihre Eltern tot im Wald – um sie herum liegen unerklärlicherweise Goldmünzen. Todesursache: Herzinfarkt. Der Polizei sind die Hände gebunden und Renée ist machtlos. Wie können ihre eigentlich kerngesunden Eltern beide zeitgleich an einem Herzinfarkt sterben? Und dann taucht auch noch ihr Großvater, den Renée kaum kennt, auf und schickt sie auf ein Internat, das ihre Eltern bereits besucht haben. Doch dort ist alles ein bisschen anders. Zum einen gibt es ein Regelbuch mit über 100 Regeln – viele von ihnen schlichtweg absurd und scheinbar sinnlos. Zum anderen werden Fächer unterrichtet, die an anderen Schulen ebenfalls unüblich sind, z.B. Gartenbau. Nicht zu vergessen gibt es eine leichte Latein „Bessenenheit“, die soweit geht, dass manche Schüler sich nur auf Latein unterhalten. Renée ist sich nicht sicher, was sie davon halten soll, was zu ihrem Unbehagen nur beiträgt. Und dann lernt sie Dante Berlin kennen, einen der Schüler, der fließend Latein spricht. Während sie sich einerseits von ihm angezogen fühlt, spürt sich auch stets eine innerliche Unruhe, wenn sie in seiner Nähe ist. Noch während sie mit ihrer Zimmergenossin und neuen Freundin Eleanor versucht heimlich mehr über Dante herauszufinden, ist sie hin- und hergerissen zwischen ihrem Bedürfnis ihn kennen zu lernen und so schnell wie möglich vor ihm wegzulaufen.

Meinung
Nachdem ich die Klappen- und Rückentexte gelesen hatte, habe ich wirklich nicht viel von diesem Buch erwartet. Eins von diesen Twilight-Abklatschen war mein Hauptgedanke. Die Leseprobe hat mich zwar neugierig gemacht, aber Großes habe ich dennoch nicht erwartet. Deshalb war ich auch umso überraschter, als ich anfing „Dead Beautiful – Deine Seele in mir“ wirklich zu lesen. Während anfangs tatsächlich alles ein bisschen wie eine Mischung aus der Twilight und der Fallen-Reihe erscheint, entwickelt sich Woons Buch mit der Zeit in etwas sehr viel besseres! Die Handlung ist sicher nichts wirklich neues, und doch ist es anders. Keine Vampire, Engel, Werwölfe oder was auch immer, nein, Woon hat sich hier etwas ganz anderes ausgedacht und ich muss ehrlich sagen, dass mich genau das so begeistert hat! Geschichten über die üblichen Fabel- und Fantasywesen gibt es nun wirklich zur Genügen.
Das schöne an Dead Beautiful ist, dass man erst am Ende wirklich versteht, was überhaupt gerade passiert ist. Es gibt einen Moment, kurz bevor das Buch zu Ende ist, indem es bei mir plötzlich „klick“ gemacht hat. Es ist nicht der Moment in dem heraus kommt was für Wesen im Internat ihr Unwesen treiben, sondern wie all dies mit Renée zusammenhängt. Das Problem ist, dass man das alles nicht erklären kann ohne schon wieder zu viel zu verraten. Deshalb kann ich nur sagen, dass es sich lohnt Dead Beautiful zu lesen und dass ich mir eine andere Inhaltsangabe im Buch gewünscht hätte – denn für mich verrät der Klappentext, obwohl er nur einen kleinen Teil des großen Ganzen verrät, schon wieder viel zu viel über die Geschichte und wird dem Buch leider auch gar nicht gerecht.

Fazit
Wer Young Adult Fantasy mag, sollte dieses Buch lesen! Lasst euch nicht von dem Klappentext abschrecken, es steckt so viel mehr dahinter, als man auf den ersten Blick glauben mag. Gebt dem Buch eine Chance, mich hat es jeden Falls positiv überrascht! Und jetzt freue ich mich auf den 2. Teil – der kommt am 01. Juli 2012.

4/5

Rezension: Dark Frost von Jennifer Estep

20 Mai

Klappentext

I’ve seen so many freaky things since I started attending Mythos Academy last fall. I know I’m supposed to be a fearless warrior, but most of the time, I feel like I’m just waiting for the next Bad, Bad Thing to happen. Like someone trying to kill me – again.

Everyone at Mythos Academy knows me as Gwen Frost, the Gypsy girl who uses her psychometry magic to find lost objects – and who just may be dating Logan Quinn, the hottest guy in school. But I’m also the girl the Reapers of Chaos want dead in the worst way. The Reapers are the baddest of the bad, the people who murdered my mom. So why do they have it in for me? It turns out my mom hid a powerful artifact called the Helheim Dagger before she died. Now, the Reapers will do anything to get it back. They think I know where the dagger is hidden, but this is one thing I can’t use my magic to find. All I do know is that the Reapers are coming for me – and I’m in for the fight of my life.

Meinung

Ich bin an Dark Frost rangegangen mit dem Glauben, dass es der 3. Teil einer Trilogie ist und war dann sehr überrascht, als am Ende dann eine Vorschau für „Crimson Frost“ kam (im übrigen mit einem miesen Cliffhanger! Dezember, beeil dich!). Naja, zum einen war diese Annahme gut, weil mich die letzten Kapitel dadurch unglaublich überrascht haben – zum anderen war ich auch genervt. Aus dem einfachen Grund, dass es mich nervt, dass jetzt plötzlich alles mindestens vier Teile haben muss. Langsam wird es ja schon fast schwer Trilogien zu finden, von Einzelbänden ganz zu schweigen.

Leider muss ich aber sagen, dass ich von Dark Frost etwas enttäuscht wurde. Bereits bei Kiss of Frost war mir schon früh klar, wer der „Böse“ ist (während ich beim 1. Teil „Touch of Frost“ wirklich überrascht war) – bei „Dark Frost“ war es mir dann eigentlich auch sofort klar. Das finde ich unglaublich schade, denn ich denke, solche Sachen verderben den Lesespaß unglaublich, besonders wenn man dann die ganze Zeit denkt „jetzt check es doch endlich“. Es hat mich einfach total frustriert, dass Gwen nicht drauf gekommen ist.
Überhaupt scheint Estep in allen Teilen der Serie dem gleichen Muster zu folgen. Das finde ich ehrlich gesagt ein bisschen schade, weil es dadurch beim 3. Mal dann doch etwas zu vorhersehbar wird. Ich kann nur hoffen, dass sie im 4. Teil von ihrem Schema abrückt und mich wieder so überrascht, wie in Teil 1.

Davon abgesehen ist Dark Frost jedoch genauso unterhaltsam wie seine Vorgänger. Ich liebe die Romanze zwischen Gwen und Logan. Sie ist nicht voller schnulzig, kitschiger Liebesbekundigungen, sondern, egal wie die beiden gerade zu einander stehen, sie bleiben schlagfertig, sarkastisch und einfach wunderbar witzig. Es macht einfach Spaß über diese beiden zu lesen.

Auch die Beziehung zwischen Gwen und ihren beiden besten Freunden, Daphne und Carson (die beide große fans vom Public Display of Affection zu sein scheinen), hat mir in Dark Frost gut gefallen. Die beiden sind wirklich tolle Freunde, natürlich gibt es auch hier auf und abs, und es würde mich überhaupt nicht wundern, wenn sie in Teil 4 noch an Wichtigkeit gewinnen.

Fazit

Obwohl mich Gwen’s Blindheit gestört hat, hatte ich trotzdem Spaß beim Lesen und bin schließlich doch noch ziemlich überrascht worden. Ich werde Teil 4 also selbstverständlich lesen – besonders nach dem Teaser am Ende des Buchs und hoffe einfach, dass sich es dort dann etwas anders abläuft. Laut Amazon kommt „Crimson Frost“ am 24. Dezember 2012 raus. Also warum ist noch nicht wieder Weihnachten? Es kommt mir gerade unglaublich weit weg vor.

3/5

Rezension: Love of the Party von Lauren Barnholdt

20 Mai

Inhalt (von amazon.de übernommen)

One Party. Four Different Romances.

In FALLING HARD, Emily and Ashton couldn’t be more different. She’s quiet and sweet, he’s popular and outspoken. And when he flirts with her one night at the party she’s throwing, Emily knows she should stay away. It’s never a good idea to get involved with the hottest guy in school– you’re only setting yourself up for heartbreak.
But even though Ashton might come across as cool and confident, he can’t stop thinking about Emily. And by the end of the night, these two just might be falling hard…

In TELLING SECRETS, Brooke just wants to forget. About the weird stuff that’s going on with her family. About the fact that her best friend moved away right before their senior year. About the fact that lately, she hasn’t been able to feel much of anything.
And that’s what Aiden helps her to do — forget. So what if he’s kind of… unavailable? Everyone needs a bad boy, right?
Ry just wants to be with Brooke. He had a chance a long time ago, and he’s been pining for her ever since. And when he sees her with Aiden, he decides that some things have been kept secret long enough…

In GETTING CLOSE, Gabriella is afraid. Afraid of what it means to be in love with Landon, afraid of what it means to let herself fall for another person so completely.
Landon knows Gabriella’s scared, and he’s not about to give up on her. But will he be able to convince her that they’re meant to be?

In KISSING PERFECT, Brynn is completely broken-hearted, and the only reason she’s even going to Emily Mulally’s stupid party is to get revenge on her ex-boyfriend. So what if what she has planned is kind of sort of illegal? Aaron deserves it.
But when cute and popular Josh Noth catches her in the act, Brynn thinks she’s in trouble. Josh is a player, super popular, super hot, and known for being a little bit (read: a lot) of a kiss slut. So Brynn does her best to ignore the butterflies in her stomach, chalking it up to post-break-up craziness.
But Josh can’t stop thinking about Brynn. And suddenly, he doesn’t want to kiss any other girls. Ever. But will he be able to show her that he’s for real?

Meinung:

Eine Party und vier Liebesgeschichten. Ich will nicht weiter inhaltlich auf die Geschichten eingehen, da es Kurzgeschichten sind und wenn man noch mehr zum Inhalt sagt, braucht man sie eigentlich nicht mehr lesen. Ich bin ein Fan von Lauren Barnholdts Büchern (bspw. Aces Up oder Two-way Street) – ich habe fast jedes ihrer Young Adult Bücher gelesen und bin noch nie enttäuscht worden. Barnholdts Bücher sind einfach unterhaltsam – ihre Protagonisten sind witzig, schlagfertig und einfach liebenswert. Und genauso ist es bei diesen Kurzgeschichten auch – auf den wenigen Seiten (20-50 je nach Story) hat sie es geschafft mich direkt in den Bann zu ziehen. Denn mit ihren Charakteren kann man sich wunderbar identifizieren – sei es nun Emily, die eigentlich gar keine Lust hat Parties zu schmeißen und es nur ihrer Mutter zu liebe tut oder Brooke, die einfach genug von ihren Eltern hat oder Gabriella, die Angst davor hat dass ihr Freund sie verletzen wird oder eben Brynn, die gerade erst von ihrem Freund verlassen wurde und sich rächen will. Jeder der schon einmal auf einer Party war, wird die ein oder andere Situation schon einmal miterlebt haben.

Im Prinzip also nichts besonderes und als alleinstehende Geschichten wären sie das vielleicht auch wirklich nicht. Da diese vier Geschichten aber nun einmal alle auf der gleichen Party und zur gleichen Zeit stattfinden, macht das Lesen einfach unglaublich viel Spaß. Man liest die Geschichten der Reihe nach und Dinge, die in der einen Geschichte nur kurz  erwähnt werde, sind dann elementare Dinge einer der anderen Geschichten. Das hat mir wirklich gut gefallen, denn das gibt den Geschichten einen glaubhaften Rahmen und außerdem freue ich mich immer, wenn Geschichten ineinander greifen.

Zugegeben, die Geschichten folgen alle dem gleichen Muster und natürlich weiß man schon genau, was passieren wird – aber das hat mich gar nicht weiter gestört. Ich bin schließlich nicht an „Love of the Party“ mit der Erwartung von außergewöhnlichen Erzählungen rangegangen. Manchmal ist es einfach schön entspannend ein paar einfache, vorhersehbare Liebesgeschichten zu lesen – wenn man also eine kurzweilige Unterhaltung, mit garantiertem Happy End sucht, sind die Geschichten von „Love of the Party“ genau das richtige.

Fazit:

Von mir aus hätten die Geschichten gerne noch etwas länger sein können – aber wenn man bedenkt, dass es sich ja alles auf einer Party, also an einem Abend abspielt, kann man sie natürlich auch nicht zu lang machen. Wer Lauren Barnholdt mag, der wird auch an diesen Kurzgeschichten sehr viel Freude haben – und wer sie noch nicht kennt, dem bieten diese KGs einen optimalen Einstieg.

4/5

Rezension: City of Lost Souls von Cassandra Clare

12 Mai

!!! Enthält keine CoLS Spoiler – allerdings solltest du die ersten vier Teile schon gelesen haben !!!

Das hier ist eigentlich keine richtige Rezension. Eine richtige Rezension ist einfach nicht möglich ohne Spoiler – und ich will diesen Spaß wirklich niemandem verderben! Deshalb auch keine Inhaltsangabe, keinen Klappentext oder sonstiges. Einfach nur eine Meinung ohne irgendwelche Inhalte.

Meine Meinung zu City of Lost Souls – spoilerfrei:

Was für ein Buch! Ich habe es vor ca. 1,5 Stunden fertig gelesen und bin eigentlich immer noch völlig sprachlos. Das Buch hat mich, wie ich es von Cassie Clare inzwischen eigentlich gewohnt bin, völlig fertig zurück gelassen. Auf den knapp 540 Seiten (zzgl. die Kurzgeschichte „A Dark Transformation“, die erzählt wie aus Jonathan Morgenstern Sebastion Verlac wurde) habe ich so ziemliche jede Emotion durchlebt, die man nur durchleben kann: Angst, Unruhe, Freude, Trauer, Unwissenheit… wer kein Neuling der Reihe ist, weiß wovon ich rede. Wie immer hat Cassie mich zum Lachen gebracht – ich liebe den beißenden Sarkasmus ihrer Protagonisten und natürlich kam dieser auch in CoLS nicht zu kurz (SPOILER: bspw. wenn Simon sich als (einfach markieren) „as sexually threatening as a goldfish“ bezeichnet). Und natürlich war ich auch wieder am Boden zerstört. Wie ginge es denn auch anders, schließlich setzt CoLS direkt nach City of Fallen Angels ein, d.h. Sebastian und Jace sind mit einander verbunden und verschwunden. Alle machen sich Sorgen und suchen nach ihnen und gehen dabei selbst große Risiken ein. Alle Beziehungen werden auf die Zerreißprobe gestellt, wie es bei Clares Bücher nun einmal so üblich ist.
Besonders spannend fand ich an CoLS jedoch, dass wir Sebastina (bzw. Jonathan Christopher Morgenstern) kennen lernen – und damit meine ich richtig kennen lernen. Er ist einfach ein, auf morbide Art, interssanter Charakter – und ich muss gestehen, dass ich ihn bis zum Ende nicht durchschaut habe. Erst durch die Kurzgeschichte „A Dark Transformation“ habe ich wirklich verstanden, was er denkt und wieso er handelt, wie er in bestimmten Situationen nun einmal handelt. Es ist einfach unglaublich fazinierend.
Wer sich vor City of Lost Souls noch frage „was soll der Titel?“ oder auch „Warum heißt das nächste City of Heavenly Fire“ – am Ende macht es mal wieder absolut Sinn.

Fazit: 

In typischer Clare Manier, hat mich City of Lost Souls mit nur einem Gedanken zurück gelassen: Wann erscheint endlich der nächste Teil? Die traurige Antwort lautet leider März 2014. Und jetzt frage ich mich: wie soll ich bis dahin nur durchhalten?

5/5

Rezension: Sophie & Carter von Chelsea Fine

22 Apr

Inhalt

A girl. A boy. A porch swing.
Sometimes life breaks your heart.
And sometimes the boy next door puts it back together.

Meinung

Sophie und Carter sind Nachbarn und beste Freunde. Nur weiß das niemand. In der Schule tun sie so, als ob sich nicht kennen würden, denn in der Schule sind sie jemand anders. Sophie, die sich um ihre drei jüngeren Geschwister kümmert, weil ihre Mutter sie quasi verlassen hat. Carter, der sich um seine Mutter kümmert, die zwar noch da ist, aber eigentlich doch nicht wirklich. Das einzige was die beiden durch den Tag bringt, sie morgens aufstehen lässt, sind ein paar Minuten, die sie jeden Abend zusammen auf der Schaukel auf Sophies Veranda verbringen.

Sophie & Carter ist ein sehr kurzes Buch, 126 Seiten um genau zu sein. Und während ich mir vorstellen kann, dass man daraus auch eine längere Geschichte hätte machen können, finde ich es eigentlich ganz schön, dass Fine genau das nicht gemacht hat. Sie hat die Geschichte nicht unnötig in die Länge gezogen, sondern erzählt uns auf wenigen Seiten die Geschichte von Sophie und Carter. Und was für eine Geschichte es ist. Zwei Jugendliche, die sich immer verstellen und nur in der Gegenward des jeweils anderen sie selbst sind und sich bedingungslos vertrauen und insgeheim lieben. Während so manches Buch diese Geschichte weiter ausbaut und einen dritten Charakter mit ins Boot wirft, der für ein bisschen Spannung sorfen soll, verzichtet Fine darauf. Und das ist gut so, denn das ausbleiben der inzwischen so allgegenwärtigen Dreiecksbeziehung macht Sophie & Carter zu einem glaubwürdigen Buch. Denn wenn wir ehrlich sind, erleben wir das im realen Leben doch auch nur sehr selten. Darüber hinaus brauchen diese beiden Protagonisten kein weiteres Drama in ihrem Leben – der jeweils andere ist der sichere Hafen und es ist schön, dass das zur Abwechslung einmal nicht fast kaputt gemacht wird.

Erzählt wird die Geschichte immer abwechselnd aus Sophies und Carters Sicht, was dem Leser ein wunderbar klares Verständnis über die Gefühle von beiden verschafft.

Fazit

Mir hat Sophie & Carter sehr gut gefallen. Es ist ein Buch, dass man einfach so „weglesen“ kann.  Überraschenden Plot-Twists oder großen Überraschungen gibt es nicht, aber das braucht es auch nicht. Denn darum geht es in dieser Geschichte auch überhaupt gar nicht. Es geht einfach nur um zwei beste Freunde, die sich darüber klar werden, dass sie sich lieben.
Mit seinen 126 Seiten ist es ein Buch, dass sich ideal für zwischendurch eignet und bei dem man es nicht bereuen wird, es gelesen zu haben.

4/5