Rezension: Beautiful Disaster von Jamie McGuire

20 Jan

Klappentext

The new Abby Abernathy is a good girl. She doesn’t drink or swear, and she has the appropriate percentage of cardigans in her wardrobe. Abby believes she has enough distance between her and the darkness of her past, but when she arrives at college with her best friend America, her path to a new beginning is quickly challenged by Eastern University’s Walking One-Night Stand.

Travis Maddox, lean, cut, and covered in tattoos, is exactly what Abby needs–and wants–to avoid. He spends his nights winning money in a floating fight ring, and his days as the charming college co-ed. Intrigued by Abby’s resistance to his charms, Travis tricks her into his daily life with a simple bet. If he loses, he must remain abstinent for a month. If Abby loses, she must live in Travis‘ apartment for the same amount of time. Either way, Travis has no idea that he has met his match.

Meinung

Wie ich schon in meinem letzten „Dies, Das & Jenes“ Post erwähnt habe, bin ich ganz zufällig auf „Beautiful Disaster“ gestoßen. Mir wurde von Amazon eine Kindle-Leseprobe für „Beautiful Disaster“ von Jamie McGuire empfohlen (was ich ganz nebenbei eine tolle Idee finde! Ich lese so ungern lange Leseproben am PC – das ist zum Einen immer anstrengend für die Augen und zum Anderen nervt mich das „Rumscrollen“ – aber dadurch, dass inzwischen für viele Bücher E-Book Leseproben angeboten werden, kann man sich diese einfach runterladen und ganz gemütlich auf dem Sofa/ im Bett/ wo immer man gerne liest lesen, ohne den Laptop auf dem Schoß rumzuwälzen). Ich wollte mir eigentlich nur kurz die Leseprobe durchlesen um einen Eindruck zu bekommen und vielleicht ein weiteres Buch auf meinen Wunschzettel zu packen, aber als die Leseprobe zu Ende war, konnte ich nicht einfach aufhören. Das Buch hatte mich schlichtweg gepackt und ich wollte – musste! – einfach nur wissen wie es zwischen Abby und Travis weitergehen würde. Also habe ich mir das Buch runtergeladen (es kostet auch nur ca. 2,50€, das hat die Entscheidung natürlich zusätzlich vereinfacht) und die ganze Nacht gelesen. Als ich mit der LP anfing, war es schon fast ein Uhr und als ich schließlich gegen halb sechs aufgehört habe zu lesen (weil ich einfach zu müde wurde), hatte ich um die 250 Seiten gelesen und konnte mich nur schwer losreißen – die letzten 100 Seiten habe ich dann aber am nächsten Mittag direkt gelesen. Hätte ich nicht um 10h beim Sport sein müssen, hätte ich diese letzten Seiten sicher auch noch gelesen – aber ein paar Stunden Schlaf mussten einfach sein. Jetzt Sabbel  ich hier die ganze Zeit uninteressante Dinge, kommen wir lieber zum wichtigen Teil: warum hat mir Beautiful Disaster so gut gefallen?

Vielleicht lag es daran, dass ich ohne besondere Erwartungen an die Geschichte ran gegangen bin – man weiß ja eigentlich ohnehin schon wo diese Geschichte hingeht und wie sie enden wird. Kennen lernen, verlieben, kurz vor Schluss ein bisschen Drama, schließlich Happy End. Das Übliche halt. Leider – bzw. eigentlich glücklicherweise – fällt Beautiful Disaster nicht ganz in dieses Schema. Der Titel ist wirklich unglaublich passend für dieses Buch. Die Beziehung zwischen Abby und Travis ist ein einziges Disaster.

Travis, der unberechenbare Bad-Boy, der ein unglaublich facettenreicher, tätowierter Motorradfahrer ist: Auf der einen Seite, schläft er jede Nacht mit einem anderen Mädchen und verdient sich sein Geld mit illegalen Wettkämpfen. Auf der anderen Seite, ist er wirklich intelligent und einer der besten Studenten. Sein Spitzname bei Kämpfen ist berechtigterweise Travis ‚Mad Dog‘ Maddox.
Travis ist kein perfekter Freund. Er ist besitzergreifend, eifersüchtig, aufbrausend – einfach unberechenbar. Normalerweise ist es ja das Mädchen, dass sich zuerst „Hals-über-Kopf“ in den bösen Jungen verliebt, ihn retten will und sich ein Leben ohne ihn nicht mehr vorstellen kann. Beautiful Disaster dreht das ganze um. Zwar liebt Abby Travis, aber Travis bringt das Ganze auf eine völlig neue Ebene – was jedoch nicht nur positive Auswirkungen auf die Beziehung der beiden hat.

Abby, das Mädchen, dass man als Leser nicht so ganz einordnen kann, dass von den anderen Charakteren aber eindeutig als braves Mädchen gesehen wird: Genau das ist aber auch das schöne an Abby. Sie hat eine Vergangenheit – und das war wirklich mal eine Story, die mich völlig überrascht hat! – und versucht sich von ihrem Elternhaus und ihrem alten Leben zu lösen. Wir als Leser bekommen zwar immer wieder Tipps (z.B. wenn Abby mit ihrer besten Freundin Amerika redet), dass es etwas gibt, erfahren aber erst was es ist, wenn es Travis ebenfalls erfährt. Während sich Travis sicher ist, dass ihre Beziehung sein soll, ist sich Abby darüber nie ganz im Klaren. Wie bereits gesagt, ist es in diesem Fall nicht das Mädchen, dass wirklich alles tun würde. Abby weiß genau, wie weit sie bereit ist zu gehen. Das macht sie für mich auch zu einem wirklich sympathischen Charakter. Sie verliert nicht komplett ihren Kopf und lässt sich von Travis nichts gefallen. Die beiden sind komplette Gegensätze und beide irgendwie verkorkst. Ihre Beziehung ist ein ewiges Auf und Ab, mit vielen unerwarteten Wendungen und einer großen Portion Drama! Das Ende hat mich persönlich völlig überrascht. Rückblickend muss ich aber sagen, dass es genau das richtige gewesen ist – sehr extrem, wie das ganze Buch.

Fazit

Mir hat Beautiful Disaster unglaublich gut gefallen. Es ist nicht das perfekte Buch, stellenweise ist alles ein bisschen überladen und grenzwertig, aber das alles machen Abby und Travis wieder gut. Die beiden sind tolle Charaktere, komplex und unvorhersehbar. Als Leser wird man immer wieder von den beiden überrascht. Ich habe selten so viele verschiedene Gefühle beim Lesen eines 350 Seiten-Buchs empfunden: ich war wütend, genervt, glücklich, überrascht, zufrieden.. man kann es nicht in Worte fassen. Das Buch war eine Reise & ich kann nur jedem empfehlen, diese Reise einmal anzutreten!

4/5

Ich werde mir bei Gelegenheit auch das Taschenbuch kaufen, denn dieses Buch will ich in meinem Regal stehen haben!

Informationen zum Buch
ISBN: 978-1-466-40188-4 (Taschenbuch)
Verlag: Createspace (03. Oktober 2011)
362 Seiten
Taschenbuch: 13,99€;   Kindle Edition: 2,45€
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3 Antworten to “Rezension: Beautiful Disaster von Jamie McGuire”

  1. anlisunendlichegeschichte 20. Januar 2012 um 21.45 #

    Klingt gut! Packe ich auf meinen Wunschzettel! :)

    • Belle 28. Februar 2012 um 14.52 #

      Da liegen wir völlig auf einer Linie. Ich habe das Buch gestern (oder war’s vorgestern) zu ende gelesen und ich fand es spitze. Am besten hat mir gefallen, dass es so überhaupt nicht das war, was ich erwartet habe. Und Abby ist einfach spitze. Endlich mal ein Frauen-Charakter, der nicht das süße, brave Mädchen ist, das nicht flucht und unschuldig ist und sich in den bösen, bösen Buben verliebt. Ich fand’s spitze!

      • philila 28. Februar 2012 um 16.59 #

        Richtig! Genau das hat mir auch so gut gefallen :-) Sie ist nicht dieses typische Mädchen, dass sich auf den ersten Blick verliebt und alles andere ist dann auf einmal unwichtig. Sie verliert nicht komplett den kopf und schmeißt sämtliche Überzeugungen über Bord. Das liest man ja leider nicht so oft.

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