Rezension: Wicked: Witch & Curse von N. Holder & D. Viguié

8 Jan

Klappentext

Holly Cathers’s world shatters when her parents are killed in a terrible accident. Wrenched from her home in San Francisco, she is sent to live with her relatives, Aunt Marie-Claire and her twin cousins, Amanda and Nicole.
In her new home, Holly’s sorrow and grief soon give way to bewilderment at the strange incidents going on around her. Such as how any wish she whispers to her cat seems to come true. Or the way a friend is injured after a freak attack from a vicious falcon. And there’s the undeniable, magnetic attraction to a boy Holly barely knows.
Holly, Amanda and Nicole are about to be launched into a dark legacy of witches, secrets and alliances, where ancient magical yield dangerous results. The girls will assume their roles in an intergenerational feud beyond their wildest imaginations … And in doing so, will attempt to fullfill their shared destiny.

Meinung

Zwei in einem, so kommt Wicked: Witch & Curse von Nancy Holder und Debbie Viguie daher.  Um größer Spoiler zu vermeiden, werde ich nur kurz auf das erste Buch „Witch“ eingehen, denn meine Meinung hat sich beim Lesen des 2. Buchs (bzw. der 2. Hälfte des „Buchs“) nicht wirklich geändert.

Holly, ein eigentlich ganz normales Mädchen, ist ein anfangs durchaus sympathischer Hauptcharakter. Während sie mit ihren Eltern und ihrer besten Freundin Tina im Sommerurlaub auf einer Mountain Rafting Tour ist, passiert ein schrecklicher Unfall – mit Holly als einzige Überlebende.  Darauf hin zieht sie zu ihrer Tante Marie-Claire nach Seattle, eine Tante die sie noch nie zuvor gesehen hat. Und dann gerät auch schon alles außer Kontrolle. Leider nicht nur in Hollys Leben, sondern auch die Geschichte als ganzes. Holly hat wirre Träume, fühlt sich von zu einem fremden Jungen (Jerad) hingezogen – und das ist noch freundlich ausgedrückt -, hat zwei Cousinen, deren Beziehung man nur als schwammig bezeichnen kann und das Verhalten ihrer Tante setzt dem Ganzen quasi das Krönchen auf. Aber lieber der Reihe nach.

Die Träume: Richtig Sinn ergeben haben die für mich erst ziemlich am Ende des Buchs. Eigentlich ist sowas ja ganz gut und hält die Spannung aufrecht, aber im Fall von Wicked fand ich sie einfach nur irritierend, nervig und unpassend. Ihre Träume sind eine Art Flashback, wodurch Holly langsam die Geschichte ihrer Familie und den Ursprung einer Familienfehde  in Erfahrung bringt. Prinzipiell eine gute Idee, leider wird sie aber schlecht umgesetzt. Man wird mitten in ein Geschehen reingeworfen, das weder für Holly, noch den Leser selbst Sinn ergibt – und leider bleibt das auch bis zum Ende vom 1. Buch so. Einige Zusammenhänge sind mir immer noch schleierhaft und ich bin der festen Überzeugung, dass man mindestens 30% der Träume hätte streichen können!

Der mysteriöse Junge: es muss ihn geben, natürlich! Nur leider ist Jerad „Jer“ nicht sehr mysteriös und geheimnisvoll. Ich hatte keinerlei Interesse daran, mehr über ihn zu erfahren. Die Beziehung der beiden ist, in meinen Augen, übereilt. Es gibt keine Entwicklung, da die Anziehungskraft der beiden ein Geheimnis der Vergangenheit ist und so sehen sie sich und zack, sind sie irgendwie irgendwas. Was ein weiteres Problem ist. Die beiden sehen sich nie (im ganzen Buch vielleicht 5x?!), sie kennen sich nicht und trotzdem lieben sie sich? Auch wenn das alles einen Grund hat, den man dann nach und nach in den Flashbacks erforscht, ist es einfach zu unglaubwürdig, zu steif und hastig. Es fehlt einfach die Magie!

Die Cousinen: Amanda und Nicole sind Zwillinge, aber Grund verschieden. Das Problem ist, dass ihre Beziehung einfach nur merkwürdig ist. Ich habe zwei Schwestern und dass man sich gegenseitig aufzieht und auch mal ärgert ist ja völlig normal, weil wir Schwestern sind. Es ist ein Teil der Beziehung, Geschwisterliebe eben. Aber Amanda und Nicole? Im einen Moment sind sie die besten Freundinnen, reden über Jungs und gucken zusammen mit Holly Filme. Im nächsten Moment lästern sie übereinander und tun so als würde die andere nicht existieren. Nicole ist das beliebte High School Mädchen mit Schauspiel-Ambitionen und Amanda ist die Stille, die sich von ihrer Mutter benachteiligt fühlt. Irgendwie war mir allein das schon zu klischeehaft, aber dann auch noch dieses Verhalten … ein Bsp. sie wollen ins gleiche Lokal und Nicole kann Amanda und Holly nicht mitnehmen, weil sie nicht cool genug sind – am Abend vorher lag sie aber noch zusammen mit den beiden vorm Fernseher und hat sich normal verhalten. Was soll diese Kluft? Amanda ist mit ihrer puren Eifersucht und ihrem Selbstmitleid als „ungeliebte“ Tochter aber auch nicht besser. Vielleicht liegt es daran, dass ich selber Schwestern habe und ich weiß, dass wir uns niemals so den anderen gegenüber benehmen würden. Aber leider halte ich die ganze Beziehung zwischen Nicole und Amanda für schlecht dargestellt und auch in diesem Fall völlig unglaubwürdig und nach dem Motto „wir nehmen jedes Klischee mit, das geht“.

Die Tante: Nun, die ist eine Geschichte für sich und ich will gar nicht viel dazu sagen, denn das würde zu viele Spoiler beinhalten. Ich würde sie fast als glaubwürdigsten Charakter bezeichnen, aber leider ist auch sie, in meinen Augen, völlig unsympathisch.

Fazit

Es wird niemanden überraschen, dass ich im Endeffekt nicht viel Gutes über „Wicked: Witch & Curse“ zu sagen habe. Es ist wirklich schade, dass die Erzählung so hinkt – denn der Plot ist im Prinzip gar nicht schlecht. Es gibt viele Geheimnisse und so viel zu entdecken in Hollys Welt, aber leider wurde mir durch die schwache Erzählform die Lust dazu genommen. Ich kann leider auch nicht behaupten, dass es im 2. Teil besser wurde (was ja häufig der Fall ist, wenn Teil 1 lediglich als Einleitung gedacht war). Es ist einfach alles ein bisschen „wischiwaschi“ und ohne glaubhafte Entwicklung. Holly verändert sich zwar beachtlich zum Ende von Teil 2 hin, aber auch diese Entwicklung kam mir persönlich viel zu gezwungen vor. Da kann ich nur eins sagen: schade! Es hätte so schön werden können. Ich denke nicht, dass ich die übrigen Teile noch lesen werden. Da mir die Geschichte an sich gefallen hat & es mehr an der Erzählweise lag, gebe ich „Wicked“ nicht die schlechteste Note – und vielleicht gefällt es euch ja besser als mir. Die Erzählweise ist ja auch Geschmackssache.

2/5

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4 Antworten to “Rezension: Wicked: Witch & Curse von N. Holder & D. Viguié”

  1. anlisunendlichegeschichte 8. Januar 2012 um 21.22 #

    Okay, danke für die Rezension…Ich denke, ich werd’s dann eher lassen. Klingt ja jetzt nicht sooo gut.

    • philila 8. Januar 2012 um 21.24 #

      Ich sags mal so, sollten je die wirklich guten Bücher ausgehen, wäre der Moment gekommen, Wicked noch mal in Betracht zu ziehen. Leider.

      • anlisunendlichegeschichte 8. Januar 2012 um 21.37 #

        *lach* Oh weh…das wäre bei mir dann…erst in sehr, sehr, sehr langer Zeit. Schade, dass es nicht besser war!

      • philila 8. Januar 2012 um 21.42 #

        Ditto :-D

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