Der ewige Zwiespalt zwischen mir & meinem Kindle

20 Dez

Vor einiger Zeit habe ich ein Amazon Kindle gekauft – hauptsächlich weil ich neugierig war und mir meine eigene Meinung bilden wollte. Mein Fazit: obwohl es sich gut lesen lässt, nutze ich es kaum für „echte“ Bücher. Warum auch? Viele Kindle-Bücher sind nur 2/3 Euro günstiger als das richtige Buch und wenn ich dann vor der Wahl stehe „10 Euro für’s E-Book oder 12 Euro für’s richtige Buch?“ fällt die Entscheidung nicht schwer – das gedruckte Exemplar gewinnt immer! Jetzt musste ich allerdings feststellen, dass es sogar schon Bücher gibt, die es nur als E-Book gibt (Bsp. „Between the Lines“ von Tammara Webber, ein amerikanisches Young Adult Buch). Sowas finde ich äußerst schade! Ich habe „Between the Lines“ für 3€ als Kindle-E-Book gekauft und es hat mir sehr gut gefallen & gerne hätte ich es als Taschenbuch noch einmal für mein Bücherregal gekauft, aber das gibt es nicht! Wenn so die Buch-Zukunft aussieht, lehne ich dankend ab!

Aber zurück zum eigentlich Thema, das Kindle. Es lässt sich, wie bereits gesagt, durchaus gut darauf lesen. Für die Augen ist es, meiner Erfahrung nach, nicht anders als ein Buch und definitiv besser als der Bildschirm von PC/ Laptop. Was mich jedoch sehr gestört hat, war dass ich keine Seitenzahlangabe gibt, sondern nur Prozente – es hat mir beim Lesen wirklich gefehlt zu wissen, wie viele Seiten ich schon gelesen habe und wie viele noch kommen! Vielleicht ist das nur ein Tick von mir, aber irgendwie gehört das für mich beim Lesen einfach dazu.

Jetzt stellt sich natürlich die Frage, wenn ich kaum „echte“ Bücher auf meinem Kindle lese, wofür habe ich das Teil dann eigentlich nicht schon wieder verkauft? Die Antwort ist denkbar einfach: Ich liebe die Harry Potter Bücher und habe mir über die letzten Jahre angewöhnt FanFiction zu lesen (und ich lese nur HP FanFiction, mit allen anderen kann (und will) ich mich nicht anfreunden). Das habe ich sonst natürlich gezwungenermaßen am Laptop/PC gemacht und meine Augen und mein Kopf danken es mir merklich (mit netten Kopfschmerzen). Das (der?) Kindle hat das Problem für mich gelöst. Abends im Bett oder auf dem Sofa eine FF lesen ist jetzt so entspannend geworden wie ein normales Buch lesen. Keine Kopfschmerzen oder „verkrampfte“ Augen mehr. Alles wunderbar.

Alles in allem, das Kindle ist eine nette Spielerei und sicher sehr nützlich für Leute, die viel unterwegs sind und nicht immer so viele Bücher mit sich herumtragen möchten (man kann sich schließlich auch Fachliteratur runterladen. Und ein Kindle ist im Koffer leichter, als ein 1000 Seiten Schinken). Für mich als Bücherliebhaber ist es aber kein ebenbürtiger Ersatz zum Buch und der Moment, in dem ich das Kindle einem normalen Buch vorziehen, ist noch in sehr, sehr weiter Ferne! Für FanFiction gerne, für den normalen Lesealltag: nicht nötig. Wie der Button zur linken sagt: I pledge to read the printed word!

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Eine Antwort to “Der ewige Zwiespalt zwischen mir & meinem Kindle”

  1. anlisunendlichegeschichte 20. Dezember 2011 um 18.32 #

    Ach ja…ich hab nen Sony Reader. Ich hab schon einige Bücher drauf gelesen, aber ich BRAUCHE richtige Bücher…klar, für FanFics ist das natürlich ne Supersache, aber ich hab letztens auch festgestellt, dass es ein paar Bücher, die mich interessieren, nur in eBook Format geben….das find ich total schade und ich hoffe sehr, dass wir nicht irgendwann an dem Punkt sind, an dem das üblich sein wird…

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