Rezension: Lament von Maggie Stiefvater

13 Mai

Inhalt
Sixteen-year-old Dee is a cloverhand – someone who can see faeries. When she finds herself irresistibly drawn to beautiful, mysterious Luke, Dee senses that he wants something more dangerous than a summer romance. But Dee doesn’t realize that Luke is an assassin from the faerie world.
And she is his next target.

Meinung

Ich muss gestehen, Lament war ein Cover-Kauf. Ich habe es gesehen & mich verliebt, also musste ich es haben. Die Tatsache, dass es von Maggie Stiefvater ist, war dabei natürlich von Vorteil, schließlich kannte ich bereits ihre „Die Wölfe von Mercie Falls“-Reihe, die mir sehr gut gefällt. Und dennoch hatte ich keine großen Erwartungen an „Lament“.

Also worum geht’s? Ein scheinbar normales Mädchen, Dee, liebt die Musik und ist dazu auch noch außerordentlich begabt im Harfe spielen und Singen. Dee ist eine klare Einser-Schülerin und von ihren Eltern sehr behütet. Am Tag einer Schulaufführung trifft sie einen Jungen, der sie dazu überredet, Minuten vor ihrem Auftritt noch das Lied zu ändern und in einem Duett aufzutreten. Und damit fängt alles an. Denn der gutaussehende Luke Dillon zeigt ihr, wie sie noch besser werden kann. Er bringt ihr bei, die Noten zu vergessen und selbst Musik zu schreiben. Von Anfang an fühlt Dee sich zu Luke hingezogen. Doch es wird schnell klar, dass Luke in die gefährlichen Machenschaften der Feen verwickelt ist. Dee weiß, dass er gefährlich ist. Doch das hält sie nicht davon ab, sich in ihn zu verlieben. Während sie sich musikalisch weiter entwickelt, geschehen um sie herum merkwürdige Dinge und ständig findet sie vier-blättrige Kleeblätter in ihrer unmittelbaren Umgebung.

Ich mochte Dee’s Charakter wirklich sehr. Sie entwickelt sich vom schüchternen Mädchen, in eine echte Kämpferin. Außerdem verliert sie in ihrer Verliebtheit nicht komplett den Kopf, sondern ist sich darüber bewusst, dass von Luke eine Gefahr ausgeht und ist dementsprechend vorsichtig. Die Freundschaft zu James, ihrem besten Freund, macht sie noch sympathischer. Denn als dieser in Gefahr schwebt, ist Dee bereit alles zu opfern um ihn zu retten. Am Ende beweist sie echten Mut und verzichtet auf ihr Glück, um James zu retten.

Lukes Charakter ist wirklich interessant, da man erst am Ende erfährt, was wirklich mit ihm passiert ist und warum er in Kontakt mit den Feen steht. Es ist deutlich, dass er am Anfang nur seinen Auftrag im Kopf hatte, sich jedoch in Dee verliebt hat. Es ist auch klar, dass er nicht aus eigener Motivation heraus handelt, sondern dass er Befehlen folgt. Wieso er das tut, ist das tragische an seinem Charakter. Aber es macht ihn letzten Endes noch so viel sympathischer!

Die Feen in Lament sind letztlich natürlich keine süßen, kleinen Tinkerbell-ähnlichen Gestalten mit pinken Flügeln, sondern gefährliche Kreaturen, die sich den Menschen nur nähern, um sie für ihre Zwecke zu benutzen. Ähnlich, wie man es bereits aus der „Wicked lovely“ Serie kennt.

Was unterscheidet Lament also von anderen Fantasy-Romance-Romanen? Ehrlich gesagt, nicht sehr viel. Aber die interessanten, sympathischen, einfach liebenswerten Charaktere sind alle mal ein Grund. Außerdem ist es natürlich eine andere  Story mit eigenen, neuen, Ideen, z.B. Luke’s doch recht herzzerreißende Geschichte. Und das wichtigste: das wirklich traurige Ende! Das Ende hat mich in der Luft hängen lassen. Ich konnte nicht glauben, dass es das Ende sein sollte. Es lässt mich hoffen, dass es irgendwann einen Teil geben wird, indem es wieder um Dee und Luke gehen wird. Potential gibt es auf jeden Fall in Massen!

Fazit

Lament ist zwar ein typischer Teen-Fantasy-Roman, wie es wohl tausende gibt. Allerdings gibt es Elemente, die dieses Buch einzigartig machen und nicht zu einem der zahlreichen 0815-Romane. Stiefvaters Schreibstil ist überzeugend wie immer, so dass das Lesen nicht schwer, sondern eher „so nebenbei“ geht. Besonders schön und auch ein tolles, nicht allzu oft gesehene Element, ist die Musik in Lament. Denn sie spielt eine wirklich große Rolle und Kapitel werden stets mit einem Vers eingeleitet – meiner Meinung nach ein wunderschönes Extra!

4/5 

Das Sequel „Ballad“ ist bereits erschienen. Im Gegensatz zu Lament ist dort jedoch James, Dees bester Freund, der Protagonist. In Ballad geht es darum, wie James (und hintergründig auch Dee) mit den Ereignissen des in Lament geschilderten Sommers klar kommt und wie sich sein Leben durch diese verändert hat.

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