Rezension: Stolz & Vorurteil von Jane Austen

1 Okt

Inhalt

Mit Ironie und scharfer Beobachtungsgabe behandelt Austen ein heikles Sozialthema der damaligen Zeit: die von den Eltern arrangierte Ehe. Erzählt wird die Geschichte Elizabeths, der zweitältesten von fünf unverheirateten Töchtern der Familie Bennet, deren Mutter stets darauf bedacht ist, geeignete Heiratskandidaten für ihre Töchter heranzuziehen. Sie wählt den neu in die Nachbarschaft gezogenen reichen Junggesellen Mr. Bingley als möglichen Ehemann für die älteste Tochter Jane aus. Die erste, die einen Heiratsantrag erhält, ist jedoch Elizabeth: Sie lehnt den Antrag von Mr. Collins, einem Pfarrer, ab, woraufhin dieser Elizabeths Freundin Charlotte Lucas ehelicht. Auch Mr. Darcy, ein Freund Bingleys, macht Elizabeth einen Antrag, den sie ebenfalls ablehnt. Auf dem Landsitz der Darcys treffen Elizabeth und Darcy erneut zusammen und kommen sich erst nach vielen Verwicklungen näher. (Quelle: amazon.de)

Meinung

Mr. und Mrs. Bennet haben fünf Töchter: Jane, Lizzy, Mary, Kitty und Lydia. Mrs. Bennets größter Wunsch ist, all ihre Töchter gut zu verheiraten, damit sie ein Dach über dem Kopf haben, sollte Mr. Bennet sterben. Leider ist Mrs. Bennets Charakter sehr aufdränglich, unverschämt und taktlos, so dass sie vorallem ihre beiden ältesten Töchter (Jane & Lizzy) oft in Verlegenheit bringt. Die jüngsten Mädchen – Kitty und Lydia – haben zu dem die Albernheit ihrer Mutter geerbt und dies stößt besonders in der gehobenen Gesellschaft selten auf Anklang.
Als Mr. Bingley sich gemeinsam mit seinen Schwestern, seinem Schwager und seinem guten Freund Mr. Darcy auf Netherfield niederlässt, ist Mrs. Bennet voller Hoffnung. Sie sieht ihre Chance gekommen. Und so lässt Mrs. Bennet keine Gelegenheit aus, ihre älteste und schönste Tochter (Jane) mit ihm in Kontakt zu bringen. Tatsächlich sind Jane und Bingley von Beginn an, voneinander angetan – trotz der großen gesellschaftlichen Kluft zwischen ihnen. Auch scheint ihm das ländliche Leben überaus zu gefallen.
Mr. Darcy jedoch, durch seine stolze und überlegene Art eher unbeliebt, scheint mit eben diesem Leben nichts anfangen zu können. Er tanzt nicht, er redet nicht und hält sich – für jeden offensichtlich – für zu gut. Lizzy, die durch ihn in ihrem eigenen Stolz verletzt wurde, versucht immer wieder aufs Neue ihn aus der Reserve zu locken. Besonders nachdem sie einige skandalöse Geschichten über ihn zu Ohren bekommt. Voller verletztem Stolz und Vorurteil bildet sich so ihre Abneigung gegen ihn, während sich seine Gefühle zu ändern scheinen.

„Stolz und Vorurteil“ ist ein Klassiker – und dies zu recht. Es ist für mich schwer vorstellbar, wie man diese Geschichte nicht mögen kann. Ich sah den Film & war begeistert. Ich las das Buch & war noch begeisterter. Mit viel Witz und schlagfertigen Dialoge versetzt sie uns in ihre Zeit zurück, ohne dabei langweilig zu werden. Die Geschichte von Lizzy und Mr. Darcy diente nicht umsonst vielen Büchern zum Vorbild. Aus Abneigung wird – über Umwege – Liebe. Und dieser Prozess wird einfach so wundervoll & unterhaltsam geschildert, dass man nur Spaß am Lesen haben kann. Für Romantiker ein absolutes Muss! Und für den Rest einfach ebenso empfehlenswert.

Fazit

Für viele wirkt das Wort „Klassiker“ abschreckend, so geht es oft auch mir. Ich bin kein Fan von ihnen und meist langweilen sie mich, da ich mit den damaligen Stilen abseits des Deutsch-LKs einfach nicht sehr viel anfangen kann. „Stolz und Vorurteil“ ist jedoch keiner dieser langweiligen Romane. Er ist witzig und klug – und nicht zu vergessen gibt es eine wunderschöne Liebesgeschichte. Wer den Film mochte, wird das Buch lieben. Und hier eine kleine Bemerkung am Rande: ich muss wirklich sagen, dass ich die Verfilmung sehr gelungen finde! „Stolz und Vorurteil“ gehört zu meinen Lieblingsfilmen. Und Lizzy und Darcy werden durch Keira Knightly und Matthew Macfadyen einfach ganz wundervoll dargestellt!

5/5

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Eine Antwort to “Rezension: Stolz & Vorurteil von Jane Austen”

  1. Beth 27. Oktober 2010 um 17.18 #

    Das Buch habe ich leider noch nicht gelesen, aber dafür kenne ich den Film (Neuverfilmung mit Keira Knightley) in und auswendig! Ich habe ihn bestimmt schon 10mal gesehen und kann die Dialoge mitsprechen! Allerdings habe ich jetzt von einer Freundin gehört, dass die alte Verfil,ung noch toller sein soll, weil sie noch länger ist und der Schluss somit nicht so abrupt kommt…Den werde ich mir bald mal anschauen!

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