Rezension: Eine wie Alaska von John Green

21 Aug

Rückentext

Miles ist 16. Viel ist nicht los bei ihm. Keine Mädchen, keine Kumpels, keine nennenswerten Hochs und Tiefs. Ein stinknormales Leben. Doch dann begegnet er Alaska – und verliebt sich auf den ersten Blick. Alaska ist ein Rätsel, eine Göttin, ein Wunder. Miles ist fasziniert und überfordert zugleich. Wie kann er einem solchen Wesen begegnen, ohne sich heillos zu verlieren?
Mit Anmut und Humor, voller Selbstironie und sehr charmant erzählt John Green die Geschichte von Miles, in dessen Leben die Liebe wie eine Bombe einschlägt.

Klappentext

‚“Und was ist das für ein Labyrinth“, fragte ich. Ihr Mund war so nag, dass ich ihren warmen Atem in der Abendluft spürte, als sie sagte: „Das ist das Rätsel, verstehst du? Ist es das Labyrinth des Lebens oder des Todes? Wem will er entkommen – der Welt oder ihrem Ende?“ Ich wartete, dass sie fortfuhr, aber nach einer Weile begriff ich, dass sie von mir die Antwort wollte.‘

Miles hat die Schule gewechselt. Auf dem Internat verknallt er sich in die schöne Alaska. Sie ist das Zentrum ihres Sonnensystems, der magische Anziehungspunkt des Internats. Wer um sie kreist, ist glücklich und verletzlich gleichermaßen, euphorisch und immer nah am Schulverweis. Alaska mag Lyrik, nächtliche Diskussionen über philosopische Absurditäten, heimliche Glimmstängel im Wals und die echte wahre Liebe. Miles ist fasziniert und überfordert zugleich. Dass hinter dieser verrückten, aufgekratzten Schale etwas Weiches und Verletzliches steht, ist offensichtlich. Wer ist Alaska wirklich?

Meinung

„Francois Rabelais. Er war Dichter. Und seine letzten Worte waren: ‚Nun mach ich mich auf die Suche nach dem großen Vielleicht.‘ Deswegen möchte ich weg. Ich will nicht warten,  bis ich tot bin, mit meiner Suche nach dem großen Vielleicht.“ (S. 10)

Mit diesen Worten erklärt Miles seinen Eltern, warum er in ein Internat möchte. Und dort findet er, unter seinem neuen Spitznamen „Pummel“ (obwohl er spindeldünn ist) erst Mals wahre Freunde. Darunter ist auch Alaska, die wünderschön und bücherverrückt ist, ein kleines Alkoholproblem hat und ernsthafte Stimmungsschwankungen. Doch Miles ist hin & weg von ihr. Gemeinsam erleben sie eine fantastische Zeit und Miles lernt, wie aufregend und schön das Leben sein kann. Bis alles, ganz plötzlich, auf einen Schlag zu ende geht.

„Eine wie Alaska“ ist tiefgründig, witzig, traurig und bewegend. Miles erzählt uns seine Geschichte vom Anfang bis zum Ende. Von der ersten Seite an, wartet man darauf, dass etwas passiert. Das Buch ist in zwei Teile aufgeteilt „Vorher“ und „Danach“. Die Kapitel tragen Überschriften wie „Einhundertsechsunddreißig tage vorher“ und „Einundzwanzig Tage danach“ und die ganze Zeit, bis zum Wendepunkte zwischen vorher & nachher, fragte man sich „xy-Tage WO vor? Was wird passieren?“. Hinweise gibt es keine echten, auch wenn man sich hinterher denkt, dass man es vielleicht doch hätte kommen sehen können. Man wartet und wartet und während man wartet, durchlebt Miles die beste Zeit seines bisherigen Lebens.

„Eine wie Alaska“ ist ein Buch über echte Freundschaften, die erste große Liebe und der Suche nach dem großen „Vielleicht“ – dem Sinn, dem Abenteuer, dem Leben. Es ist aber auch ein Buch über Einsamkeit, Trauer und Verlust – und dem Umgang mit diesen Emotionen. Es ist ein Buch über das Erwachsenwerden.

Fazit

Ein wunderschönes Buch über die Höhen und Tiefen des Erwachsenwerdens und darüber, wie man lernt mit allem klar zu kommen und ohne sich dabei selbst zu verlieren.

4/5

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