Rezension: Die Tribute von Panem: Tödliches Spiel von S. Collins

10 Aug

Klappentext

Nordamerika existiert nicht mehr. Kriege und Naturkatastrophen haben das Land zerstört. Aus seinen Trümmern ist Panem entstanden, das sich in zwölf Distrikte teilt und von einer unerbittlichen Regierung geführt wird. Alljährlich finden dort besondere Spiele statt – eine Art Wettstreit, der über das Fernsehen im ganzen Land ausgestrahlt wird und für den jeder Distrikt zwei Jugendliche zu stellen hat. Die Regeln sind einfach und grausam: Es darf nur einen Überlebenden geben. Als ihre kleine Schwester ausgelost wird, meldet sich die sechzehnjährige Katniss, ohne zu zögern, an ihrer Stelle, und an der Seite des gleichaltrigen Peeta nimmt sie den Kampf ums Überleben auf. Sie beide wissen, dass es nur einen Sieger geben kann. Allerdings scheint das Peeta nicht zu kümmern, denn er rettet Katniss das Leben. Vielleicht sind seine Gefühle ihr gegenüber doch nicht nur gespielt, um das Publikum vor den Bildschirmen für sich einzunehmen. Katniss weiß nicht mehr, was sie glauben darf – und vor allem nicht, was sie selbst empfindet.

Meinung

Völlig unschuldig beginnt das Buch am Morgen der Auswahlzeremonie, als Katniss (verbotener Weise) in den Wald geht, um dort gemeinsam mit ihrem besten Freund Gale zu jagen. So wie sie es seit dem Tod ihres Vaters jeden Tag getan hat, um die Familie am Leben zu erhalten. Doch die Atmosphäre ist bedrückt, schließlich wissen beide, dass es ihr letzter Tag zusammen sein könnte. Doch anstelle von Katniss oder Gale wird das Los von Prim, Katniss zwölfjährige Schwester, gezogen wird und Katniss meldet sich, ohne lange darüber nachzudenken, freiwillig als weibliches Tribut ihres Distrikts. Gemeinsam mit Peeta, dem männlichen Tribut bei dem Katniss seit Jahren in der Schuld steht, wird sie ins Kapitol gebracht, wo sie auf die Spiele vorbereitet wird. Am letzten Abend bevor es in die Arena geht gesteht Peeta bei einem Interview seine Liebe zu Katniss und verschafft ihnen damit die große Sympathiepunkte bei den Zuschauern – das tragische Liebespaar. Denn eines ist ganz sicher, es kann nur einer von beiden überleben. Katniss einzige Hoffnung ist, dass sie sich nicht gegenseitig töten müssen. Am liebsten würde sie ihm in der Arena gar nicht begegnen, doch als sie es schließlich tun rettet er ihr das Leben und plötzlich ist Katniss sich nicht mehr so sicher, ob seine Liebesbekundungen wirklich nur Show waren – und wie sieht es überhaupt mit ihren eigenen Gefühlen aus?

„Die Tribute von Panem: Tödliches Spiel“ ist ein hin- & mitreißendes Buch. Kats Kampf ums Überleben, ihre Beziehung zu Peeta und die Liebe, die sie für ihre Familie empfindet machen dieses Buch zu einer wundervoll gefühlvollen Geschichte. Und auch an Spannung mangelt es nicht, weiß der Leser doch, dass sich alles jeden Moment ändern kann, dass jeden Moment entweder Katniss oder Peeta getötet oder verletzt werden könnten. Die Tribute schildern eine distopische Welt, wie wir sie uns nur schwer vorstellen können. Wie konnte Nordamerika nur so enden? Sich soweit zurück entwickeln, dass Spiele auf Leben und Tod von der Regierung angeordnet werden, um das Volk zu bestrafen?

Die Frage die sich mir jedoch stellt  ist eine ganz andere – was ist mit dem Rest der Welt? Sieht es doch ähnlich aus oder existieren die anderen Kontinente noch so, wie wir sie heute kennen? Wenn ja, wie kann es sein, dass so etwas zugelassen wird? Falls die Autorin sich dazu einmal geäußert hat, wäre ich dankbar für jegliche Tips. Ein bisschen Licht im Dunkeln wäre sehr schön… denn sonst muss ich das ganze wohl oder übel als Logikfehler ansehen, was ja schade wäre ;-)

Fazit

Eine einfach wunderbare Geschichte über Liebe, Freundschaft, Vertrauen und Familie. Ich finde es toll, dass Katniss sich selbst opfern würde, nur um ihre kleine Schwester zu retten! Da zeigt sich Geschwisterliebe wie sie sein sollte und wohl nur selten zu finden ist – ich frage mich, was meine Schwestern tun würden. Was ich tun würde.

„Die Tribute von Panem: Tödliche Spiele“ bildet den Auftakt zu einer Trilogie. Der zweite Teil (Tödliche Liebe) erschien bereits diesen Mai, der letzte wird vermutlich Anfang 2011 erscheinen und „Flammender Zorn“ heißen.

Ich kann es auf jeden Fall nur empfehlen, denn eines ist sicher: dieses Buch – diese Geschichte – ist eine schöne Abwechslung von gewöhnlichen Liebesgeschichten!

5/5

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Eine Antwort to “Rezension: Die Tribute von Panem: Tödliches Spiel von S. Collins”

Trackbacks/Pingbacks

  1. Buchtipp: Die Tribute von Panem - 6. Oktober 2010

    Buchtipp: Die Tribute von Panem…

    Danke für den interessanten Beitrag!…

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