Rezension: Leichenraub von Tess Gerritsen

5 Aug

Klappentext

Julia Hamill ist schockiert. die Gebeine, die sie in ihrem Garten gefunden hat, stammen von einer jungen Frau. Eine pathologische Untersuchung ergibt, dass sie ermordet wurde – und zwar vor zweihundert Jahren. Wer ist die Tote, wer hat sie heimlich verscharrt?

Julias Neugier führt sie in die Vergangenheit Bostons, zur medizinischen Fakultät der Universität und zu dem Medizinstudenten Norris Marshall, der hofft einen gefährlichen Frauenmörder zu stellen – und seine einzige Zeugin in höchste Gefahr bringt …

Meinung

Von ihrem Mann verlassen und auf der Suche nach etwas neuem, etwas eigenem, kauft sich Julia Hamill ein neues – altes – Haus. Getrieben von ihrem Wunsch etwas zu schaffen macht sie sich an die Renovierung des baufälligen Hauses, dass bereits seit über einem Jahrhundert steht. Dabei macht sie sich ebenfalls an ihrem neuen Garten zu schaffen und stößt bei Umgrabungen auf das Skelett einer Frau. Einer Frau, die vor knapp zweihundert Jahren ermordet und verbuddelt wurde. Die Geschichte ist schnell bekannt und Julia wird überraschend von einem älteren Mann kontaktiert, der behauptet etwas über die Frau zu wissen. Angetrieben von ihrer Neugierde und dem unerklärlichen Drang etwas über die Tote herauszufinden trifft sie sich mit dem 89-jährigen Henry. Henry war mit der Vorbesitzerin von Julias Haus verwandt und hat all ihre Unterlagen bei sich gelagert. Wie sich herausstellt war das Haus von Anfang an in Familienbesitz und es gibt kistenweise Dokumente und Briefe aus den letzten zwei Jahrhunderten. Henry und Julia wühlen sich durch die Kisten und stoßen dabei auf die Briefe von „O.W.H.“ – Briefe, die die Geschichte der Leiche in Julias Garten erzählen. Und so tauchen die beiden ab in ein Boston im Jahre 1830 und decken dabei eine Geschichte um Mord, Geiz,, Arrogant, Gier und alten Familiengeheimnissen auf.

Als Fan von Tess Gerritsens „Rizzoli & Isles“-Reihe musste ich auch ihr neustes Werk „Leichenraub“ umgehend haben. Und auch wenn die Protagonisten & Schauplätze völlig andere sind (und Dr. Maura Isles nur einen kleinen Gastauftritt hat) hat mich auch dieses Buch begeistert. Während Gerritsens andere Werke in der Gegenwart spielen ist Leichenraub eher als historischer Thriller anzusehen – denn die wahre Geschichte – die Mode und Ermittlungen – liegt in der Vergangenheit.

Neben der Protagonistin Julia gibt es in der Vergangenheit noch weitere Hauptcharaktere, doch ich will ja nicht zu viel verraten.

Obwohl Gerritsens Bücher stets blutig und gewalttätig sind, muss ich sagen, dass ich dieses Buch irgendwie wesentlich „schlimmer“ fand. Vielleicht liegt dies jedoch auch einfach daran, dass es um 1830 herum spielt und damals (vor allem hygienisch & in medizinischer Hinsicht) völlig andere Verhältnisse herrschten – und so „ekelte“ ich mich manches Mal. Besonders wenn ich bedanke, dass es früher wirklich so zu ging – schrecklich. Ein Hoch auf die Wissenschaft & dass wir nicht mehr so leben müssen.

Sehr gut hat mir gefallen, dass der wahre Täter bis zum Ende ein echtes Mysterium war und ich wirklich überrascht war. Denn es war ein Täter und ein Motiv, das ich so nicht – niemals – erwartet hätte! Und allein deshalb ist es ein sehr gelungener Thriller!

Fazit

Wer Gerritsens Bücher bisher mochte, dem wird auch „Leichenraub“ gefallen. Und obwohl ich eigentlich nicht für historische Krimis/Romane zu haben bin, hat mir dieser doch sehr gut gefallen. Die Spannung bleibt erhalten & der Leser muss einfach immer weiter lesen, denn der Täter hinterlässt keinerlei Hinweise und so ist es eine echte Überraschung am Ende!

4/5

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