Rezension: Beastly von Alex Flinn

24 Jul

Klappentext

I AM A BEAST.

A beast. Not quite a wolf or bear, gorilla or dog but a horrible new creature who walks upright a creature with fangs and claws and hair springing from every pore. I am a monster.

You think I’m talking fairy tales? No way. The place is New York City. The time is now. It’s no deformity, no disease. And I’ll stay this way forever – ruined- unless I can break the spell.

Yes, the spell, the one the witch in my English class cast on me. Why did she turn me into a beast who hides by day and prowls by night? I’ll you. I’ll tell you how I used to be Kyle Kingsbury, the gut you wished you were, with money, perfect looks, and the perfect life. And then, I’ll tell you how I became perfectly … beastly.

Meinung

„Ever wonder what it was like for the Beast?“

Diese Worte springen einem auf dem Cover der englischen Ausgabe sofort in die Augen. Jeder kennt „Die Schöne und das Biest“ und weiß genau wie es Belle ging. Aber wie erging es damals wohl dem Biest? Wie hat es sich gefühlt? Nun, dieser Frage geht Alex Flinn in ihrem Jugendroman „Beastly“ auf den Grund.

„Die Schöne und das Biest“ im 21. Jahrhundert in New York City. Kyle Kingsbury ist reich, wunderschön & gerade zum Abschlussballkönig der Neuntklässler gewählt worden. Außerdem ist Kyle arrogant, oberflächlich und sehr gemein. Er ist der festen Überzeugung das Geld alles regelt & das man nur mit gutem Aussehen weit kommt – eingetrichtert wurde ihm das bereits von kleinauf von seinem Vater, einem Star des Lokalfernsehens. Getreu dem Motto „niemand will hässliche & dicke Menschen sehen und das sollte man ihnen auch immer wieder sagen“ ist Kyle nicht gerade schüchtern wenn es darum geht seine Meinung über andere Menschen zu äußern. Und so kommt es, dass er ein unscheinbares, pummeliges Mädchen, Kendra, aus seinem Englischkurs verbal angreift. Um sie noch weiter vorzuführen fragt er sie später, ob sie mit ihm zum Abschlussball gehen möchte – Reue & Einsicht vorheuchelnd. Sie willigt nach kurzem Überlegen ein. Kyle geht jedoch in Wirklichkeit mit dem schönsten Mädchen der Schule zu diesem Ball. Als Kendra auftaucht stellt er sie bloß – ein großer Fehler, wie er später feststellen muss. Denn Kendra ist in Wirklichkeit kein pummeliges, unscheinbares Mädchen – sondern eine eigentlich „pretty hot“ und eine Hexe. Sie will Kyle, der Menschen wie Dreck behandelt, eine Lektion erteilen und verflucht ihn. Er hat zwei Jahre Zeit die wahre Liebe zu finden und muss diese dann mit einem Kuss besiegeln, andernfalls bleibt er auf Ewig ein Biest. Kyle’s Vater versucht einen Arzt zu finden, der ihm helfen kann – doch es ist vergebens. Niemand kann ihm helfen. Und so findet er sich langsam mit seinem Schicksal ab für immer ein haariges Monster zu sein – denn ehrlich, wer wurde schon ein Biest lieben & küssen wollen?

Wie ich bereits bei meiner Rezension zu „A Kiss in Time“ sagte: Ich liebe Märchen! Und dieses Buch war wirklich eine tolle Neuauflage des ursprünglichen Märchens. „Beastly“ erschien vor „A Kiss in Time“ und rückblickend muss ich wirklich sagen, dass mit „Beastly“ weitaus besser gefallen hat als „A Kiss in Time“. Dies liegt jedoch vor allem an der Auflösung am Ende – kein Wunder. Es ist einfacher einen Jungen zwei Jahre verschwinden & als Biest versteckt leben zu lassen, als ein Königreich das aus dem Nichts auftaucht zu erklären. Logisch.

Was mir bei „Beastly“ sehr gefallen hat, waren die Charaktere. Der Ich-Erzähler Kyle führt den Leser durch seine Geschichte & man fiebert mit ihm mit. Man wartet mit ihm, hofft mit ihm und rauft sich die Haare auf Grund seines Verhaltens. Lindy  – das Mädchen, dass er zu seiner „Belle“ macht – ist ein liebenswürdiges, kluges und hilfsbereites Mädchen. Ihr anfängliches Zögern und Misstrauen ist gut nachzuvollziehen. Doch je mehr sie Kyle kennenlernt, desto liebenswerter wird sie, da sie sich immer mehr öffnet & ihr wahres Gesicht zeigt.

Das Buch ist in 6 Teile (+ Epilog) aufgeteilt, jeder Teil besteht aus ca. 8 Kapiteln. Zu Beginn und zwischen den Teilen findet man sich immer in einem Chat-Gespräch wieder. Ein „Mr. Anderson“ (da muss ich direkt an Matrix denken :D) hat ein Chatforum eröffnet für Menschen, die einer Transformation unterlaufen sind. In diesem Chat ist auch Kyle (BeastNYC) unterwegs. Dort unterhält er sich mit dem Froschkönig (Froggie), Arielle (SilentMaid), sowie dem Bären-Prinzen aus Schneeweißchen & Rosenrot (Grizzlyguy). Diese 3-4 Seiten Chatgespräche lockern das Buch zusätzlich auf & sind wirklich sehr amüsant. Eine wirklich tolle Idee!

Fazit

Bei „A Kiss in Time“ sagt ich, dass Menschen die Märchen lieben, „A Kiss in Time“ zumindest mögen werden. „Beastly“ hingegen ist ebenso etwas für Leute die vielleicht nicht immer etwas mit Märchen anfangen können. Denn eigentlich es ein Buch über das was wirklich zählen sollte: die inneren Werte. Es ist ein Buch das uns vor Augen führen soll, dass nicht nur das Äußere zeigt ob ein Mensch schön oder hässlich ist – es geht eben auch um das Verhalten eines Menschen. Und es soll uns daran erinnern, dass sich Menschen & Meinungen ändern können!

Ganz einfach nach dem Spruch „verdammt, macht dein Charakter dich hässlich“ zeigt das Buch, dass äußerlich hübsche Menschen auf den ersten Blick vielleicht schneller akzeptiert werden, Menschen mit innerer Schönheit jedoch langfristig besser dran sind.

4/5

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